Die Erstsemester-Orientierung ist für Hochschulen eine der wichtigsten Phasen im Studienjahr – und mit einer virtuellen Tour lässt sie sich deutlich entspannter gestalten. Denn für neue Studierende beginnt mit der Immatrikulation ein neuer Lebensabschnitt: oft eine neue Stadt, eine eigene Wohnung oder ein Wohnheimzimmer, unbekannte Gebäude und eine Vielzahl von Stellen, die man kennen sollte.
In der ersten Woche prasseln viele Informationen auf Erstsemester ein. Wo findet die Einführungsveranstaltung statt? Wie komme ich zur Bibliothek? Wo ist das Prüfungsamt, wo das Rechenzentrum? Ein 360-Grad-Rundgang, den neue Studierende schon vor Semesterbeginn erkunden können, nimmt einen Teil dieser Unsicherheit vorweg – und schafft Raum für das, was in der Orientierungswoche wirklich zählt: Menschen kennenlernen.
Warum der Studienstart so herausfordernd ist
Der Übergang von der Schule oder dem Beruf an die Hochschule bringt viele Veränderungen gleichzeitig. Neben dem Studium selbst müssen Erstsemester organisatorische Aufgaben erledigen und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden. Große Campusanlagen mit vielen Gebäuden, verteilte Standorte in der Stadt und unterschiedliche Bezeichnungen für Räume machen das nicht einfacher.
Unsicherheit in den ersten Wochen kann das Ankommen erschweren. Wer sich verloren fühlt, zögert eher, Beratungsangebote zu nutzen oder Fragen zu stellen. Eine gute Orientierung ist deshalb nicht nur eine Frage der Wegfindung, sondern auch eine Frage des Wohlbefindens.
So unterstützt eine virtuelle Tour die Erstsemester-Orientierung
Wege kennen, bevor es losgeht
Mit einem virtuellen Rundgang können neue Studierende den Weg vom Haupteingang zum Hörsaal, zur Mensa oder zur Bibliothek schon vorher nachvollziehen. Ein interaktiver Lageplan zeigt jederzeit, wo man sich befindet. Am ersten Tag wirkt der Campus dann nicht mehr fremd, sondern vertraut.
Anlaufstellen sichtbar machen
Studierendensekretariat, Prüfungsamt, Studienberatung, International Office, psychosoziale Beratung, Career Service, Studierendenvertretung: Viele Erstsemester wissen gar nicht, welche Stellen es gibt. In der Tour lassen sich diese Orte markieren und mit kurzen Erklärungen versehen – wofür ist die Stelle zuständig, wann ist sie geöffnet, wie nimmt man Kontakt auf?
Services praktisch erklären
Wie funktioniert die Ausleihe in der Bibliothek? Wo lädt man das Guthaben der Mensakarte auf? Wo gibt es Druckerstationen und Lernräume? Hotspots mit kurzen Texten, Fotos oder Clips beantworten solche Fragen direkt am jeweiligen Ort. Das ist anschaulicher als ein langes Informationsblatt.
Campusleben zeigen
Zum Studium gehört mehr als Lehrveranstaltungen: Hochschulsport, studentische Initiativen, Cafés und Aufenthaltsräume. Wer diese Orte früh kennt, findet leichter Anschluss.
Einsatz vor, während und nach der Orientierungswoche
| Zeitpunkt | Einsatz der virtuellen Tour |
|---|---|
| Nach der Zulassung | Link in der Willkommens-E-Mail; erste Orientierung auf dem Campus und im Wohnheim |
| Vor Semesterbeginn | Wege zu Einführungsveranstaltungen, Anlaufstellen und Services erkunden |
| Orientierungswoche | Einsatz durch Tutorinnen und Tutoren, etwa für eine digitale Campus-Rallye |
| Im laufenden Semester | Nachschlagen von Räumen und Services; Unterstützung für Studierende, die später einsteigen |
Besonders hilfreich ist die Tour für Studierende, die nicht an allen Einführungsveranstaltungen teilnehmen können – etwa weil sie berufsbegleitend studieren, erst später anreisen oder aus dem Ausland kommen. Wie virtuelle Touren internationale Bewerber schon vor der Zulassung ansprechen, lesen Sie in unserem Beitrag Internationale Studierende gewinnen.
Hybride und berufsbegleitende Studienformate
Viele Hochschulen bieten Studiengänge an, in denen Präsenzphasen und Onlinelehre sich abwechseln. Studierende sind hier nur zeitweise vor Ort und haben weniger Gelegenheit, den Campus nebenbei kennenzulernen. Für sie ist ein virtueller Rundgang ein praktisches Werkzeug, um sich vor jeder Präsenzphase zu orientieren: Wo ist der Seminarraum, wo kann man parken, wo gibt es etwas zu essen?
Auch Fernstudierende, die nur selten an den Standort kommen, erhalten so ein Bild ihrer Hochschule und fühlen sich stärker zugehörig.
Ähnliches gilt für Studierende, die zum Sommersemester beginnen, einen Hochschulwechsel hinter sich haben oder als Austauschstudierende nur für ein oder zwei Semester bleiben. Für sie gibt es oft keine eigene, umfassende Einführungswoche. Ein virtueller Rundgang, der jederzeit verfügbar ist, schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass alle neuen Studierenden mit denselben Grundinformationen starten – unabhängig davon, wann und wie sie ins Studium einsteigen.
Über den Campus hinaus: Wohnheim und Stadt
Orientierung endet nicht am Hochschultor. Viele Erstsemester ziehen zum Studienbeginn in eine fremde Stadt und müssen sich auch dort zurechtfinden. Eine virtuelle Tour kann diese Perspektive aufgreifen und den Campus mit seinem Umfeld verbinden:
- Wohnheime: Zimmer, Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsräume zeigen, was neue Bewohnerinnen und Bewohner erwartet – hilfreich schon bei der Bewerbung um einen Wohnheimplatz.
- Anreise und Verkehr: Haltestellen, Fahrradstellplätze und Parkmöglichkeiten lassen sich im Rundgang markieren.
- Außenstandorte: Wenn Fakultäten über die Stadt verteilt sind, macht ein Übersichtsplan die Wege zwischen den Standorten nachvollziehbar.
- Überblick aus der Luft: Eine Drohnen-360-Grad-Tour zeigt, wie Campus, Wohnheime und Innenstadt zueinander liegen.
Die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Studierendenwerk kann sich dabei lohnen: Wohnheime, Mensen und Beratungsangebote werden häufig von dort betrieben, und gemeinsame Inhalte ersparen Studierenden die Suche auf mehreren Websites.
Gestaltungstipps für eine Orientierungstour
- Aufgabenorientiert strukturieren: Neben der freien Erkundung helfen geführte Pfade wie „Erster Tag“, „Bibliothek & Lernen“ oder „Beratung & Service“.
- Offizielle Raumbezeichnungen nutzen: Die Namen in der Tour sollten mit Beschilderung und Vorlesungsverzeichnis übereinstimmen.
- Kurz und praktisch bleiben: Knappe Informationen mit Links zu weiterführenden Seiten statt langer Texte im Rundgang.
- Persönliche Stimme einsetzen: Eine Vertonung, etwa durch einen Sprecher oder Studierende, macht die Tour nahbarer – mehr dazu bei der 360-Grad-Tour mit Sprecher.
- Regelmäßig aktualisieren: Umzüge von Einrichtungen oder neue Gebäude sollten zeitnah in der Tour erscheinen.
Eine Tour, die vor allem Studieninteressierte anspricht, lässt sich meist gut um einen Orientierungsbereich erweitern. So nutzen Sie dieselben Aufnahmen für Marketing und Studienstart. Welche Funktionen möglich sind, zeigt unsere Seite zur individuellen 360-Grad-Tour.
Häufige Fragen
Ersetzt die virtuelle Tour die Orientierungswoche?
Nein. Sie bereitet darauf vor und ergänzt sie. Die persönlichen Begegnungen in der Orientierungswoche bleiben unverzichtbar – die Tour sorgt dafür, dass weniger Zeit für die Wegsuche verloren geht.
Kann eine bestehende Campus-Tour um Orientierungsinhalte erweitert werden?
Ja. Zusätzliche Räume, Hotspots und geführte Pfade lassen sich nachträglich ergänzen.
Funktioniert die Tour auch auf dem Smartphone?
Ja. Die Touren laufen ohne App im Browser – auf Smartphone, Tablet, Laptop und Desktop.
Fazit: Ankommen leicht gemacht
Eine virtuelle Tour macht die Erstsemester-Orientierung entspannter: Neue Studierende kennen Wege, Anlaufstellen und Services, bevor das Semester beginnt, und können sich in der ersten Woche auf das Ankommen konzentrieren. Weitere Gründe für einen digitalen Campus finden Sie in unserem Beitrag 7 Gründe für einen virtuellen Campus-Rundgang und auf unserer Seite für Hochschulen und Schulen. Sprechen Sie uns gern an – wir beraten Sie persönlich.