Ein QR-Code für die virtuelle Tour schlägt die Brücke zwischen der gedruckten und der digitalen Welt. Wer am Schaufenster vorbeigeht, einen Flyer in der Hand hält oder am Messestand steht, gelangt mit einem Blick durch die Smartphone-Kamera direkt in Ihren 360-Grad-Rundgang – ohne Adresse abzutippen und ohne Suche.
Ihr Rundgang ist rund um die Uhr online erlebbar. Damit er seine Wirkung entfaltet, muss er aber auch gefunden werden. Online geschieht das über Google und Ihre Website. Offline sind QR-Codes der einfachste Weg. In diesem Beitrag zeigen wir praxisnahe Einsatzorte und worauf Sie bei der Gestaltung achten sollten.
Warum QR-Codes und virtuelle Touren gut zusammenpassen
QR-Codes sind im Alltag angekommen: auf Speisekarten, Parktickets, Veranstaltungsplakaten. Die meisten Smartphones erkennen sie direkt mit der Kamera-App. Die Hürde ist also gering.
Ein virtueller Rundgang wiederum ist ein Inhalt, der sich auf gedrucktem Papier nicht abbilden lässt. Ein Foto im Flyer zeigt einen Ausschnitt; der Rundgang zeigt den ganzen Raum. Der QR-Code verbindet beides: Das gedruckte Medium weckt Interesse, der Rundgang liefert den Eindruck, den Papier nicht leisten kann.
Sechs Einsatzorte für den QR-Code zur virtuellen Tour
1. Schaufenster und Eingangstür
Nach Ladenschluss, am Ruhetag oder bei Betriebsferien: Wer vor Ihrem Geschäft, Restaurant oder Ihrer Praxis steht, kann per QR-Code trotzdem einen Blick hineinwerfen. Ein kurzer Satz wie „Schauen Sie sich schon einmal um“ macht den Nutzen klar. So wird das Schaufenster auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Einladung.
2. Flyer, Broschüren und Mailings
Gedruckte Werbemittel haben begrenzten Platz. Statt fünf kleiner Fotos genügt ein aussagekräftiges Bild plus QR-Code zum Rundgang. Besonders wirkungsvoll ist das bei Hotels, Eventlocations und Immobilien, wo der räumliche Eindruck über die Anfrage entscheidet.
3. Speisekarte und Tischaufsteller
In der Gastronomie liegt der Nutzen nicht nur beim Neukunden. Ein Code auf der Speisekarte oder dem Tischaufsteller kann Gäste auf das Separee, die Terrasse oder den Saal für Feiern aufmerksam machen – Räume, die sie beim aktuellen Besuch vielleicht gar nicht sehen. Mehr Ideen für Restaurants finden Sie auf unserer Branchenseite Restaurants & Cafés.
4. Messestand und Veranstaltungen
Auf Messen ist Platz knapp, Ihr Standort oder Ihre Location aber oft der eigentliche Gesprächsanlass. Ein gut sichtbarer QR-Code am Stand erlaubt Besuchern, Ihre Räume direkt auf dem eigenen Smartphone zu erkunden – und den Link für später zu behalten. Ergänzend eignet sich ein Tablet mit dem Rundgang für geführte Gespräche.
5. Visitenkarte
Auf der Rückseite der Visitenkarte ist ein QR-Code zur Tour ein kleines, aber wirkungsvolles Detail. Er macht Ihr Unternehmen erlebbar, lange nachdem das Gespräch beendet ist – etwa für Vermieter, Hoteliers oder Betreiber von Tagungsräumen.
6. Plakate, Aufsteller und Fahrzeugbeschriftung
Auf Plakaten, Kundenstoppern vor der Tür oder dem Firmenfahrzeug funktioniert der Code, wenn Menschen stehen bleiben oder warten – an Haltestellen, auf Parkplätzen, im Wartebereich. Bei Fahrzeugen sollte der Code groß genug sein, um aus einigen Metern Entfernung erfasst zu werden.
Worauf Sie bei der Gestaltung achten sollten
- Größe: Der Code muss aus der typischen Entfernung zuverlässig erkennbar sein. Auf Visitenkarten genügt weniger Fläche als auf einem Plakat. Testen Sie den Ausdruck vorab.
- Kontrast und Schutzzone: Dunkle Module auf hellem Grund und ein freier Rand um den Code sorgen für sichere Erkennung.
- Handlungsaufforderung: Ein Code ohne Erklärung wird selten gescannt. Schreiben Sie dazu, was passiert: „Scannen und virtuell eintreten“.
- Mobiles Ziel: Der Rundgang muss auf dem Smartphone gut funktionieren. Google-Street-View-Touren und moderne individuelle Touren sind dafür ausgelegt.
- Sinnvoller Einstieg: Verlinken Sie auf eine Ansicht, die sofort überzeugt – etwa den Gastraum, nicht den Flur. Bei individuellen Touren lassen sich Direktlinks zu einzelnen Szenen setzen.
- Datenschutzfreundliche Zielseite: Führt der Code auf Ihre Website, sollte die dort eingebettete Tour sauber per Einwilligung geladen werden. Mehr dazu im Beitrag Google-Tour auf der eigenen Website einbinden.
Direkt zur Tour oder zur Website?
Sie haben zwei Möglichkeiten, wohin der Code führt:
- Direkt zur Google-Innenansicht: Der schnellste Weg in den Rundgang. Nutzer landen in Google Maps und sehen zugleich Ihr Unternehmensprofil mit Bewertungen und Route.
- Zu einer Seite Ihrer Website: Hier können Sie den Rundgang mit Informationen, Angeboten und einem Kontakt- oder Buchungsformular kombinieren. Zudem lässt sich die Zielseite später ändern, ohne neue Drucksachen zu benötigen.
Gerade bei Druckauflagen, die lange im Umlauf sind, empfiehlt sich eine eigene, dauerhafte Zieladresse auf Ihrer Website. Mit einer individuellen Tour steht Ihnen außerdem die Möglichkeit offen, Szenen gezielt anzusteuern – mehr dazu auf der Seite Individuelle 360-Grad-Tour.
Ein Praxisbeispiel: das Café um die Ecke
Stellen Sie sich ein kleines Café in einer Einkaufsstraße vor. Es besitzt einen gemütlichen Gewölbekeller, der sich für Geburtstage und kleine Feiern anmieten lässt – doch von der Straße aus sieht ihn niemand. Die Betreiberin setzt deshalb an drei Stellen einen QR-Code ein: auf einem Aufsteller im Schaufenster mit dem Hinweis „Unser Gewölbekeller – schauen Sie hinein“, auf dem Tischaufsteller neben der Kuchenkarte und auf dem Flyer, der mit der Rechnung ausgegeben wird.
Alle drei Codes führen auf eine Seite der Website, auf der der Rundgang eingebettet ist, ergänzt um Kapazität, Preise und ein Anfrageformular. Wer sich für den Keller interessiert, kann ihn in Ruhe zu Hause virtuell besichtigen und direkt anfragen. So wird ein Raum sichtbar, der bislang nur Stammgästen bekannt war.
Erfolg messbar machen
Ob sich ein QR-Code lohnt, lässt sich beobachten. Verwenden Sie für unterschiedliche Medien unterschiedliche Zieladressen oder Kampagnenparameter, etwa eine für den Flyer und eine für den Messestand. In Ihrer Webanalyse – datenschutzkonform eingerichtet – sehen Sie dann, welcher Kanal Besucher bringt. So lernen Sie mit jeder Auflage dazu.
Häufige Fragen
Brauche ich eine besondere App, um QR-Codes zu erstellen?
Nein. Es gibt zahlreiche Generatoren. Achten Sie darauf, einen statischen Code zu erzeugen, der direkt auf Ihre Adresse zeigt und nicht von einem Weiterleitungsdienst abhängt, dessen Nutzung später kostenpflichtig werden könnte.
Funktioniert das auch mit einer Google-Street-View-Tour?
Ja. Den Link zur Innenansicht erhalten Sie über die Teilen-Funktion in Google Maps. Alternativ verlinken Sie auf eine Seite Ihrer Website, auf der die Tour eingebettet ist.
Bekomme ich von Box360 Unterstützung beim Einsatz?
Gern beraten wir Sie, wie Sie Ihren Rundgang auf Website, im Unternehmensprofil und in gedruckten Medien optimal einsetzen.
Fazit: Ein kleiner Code, eine offene Tür
Mit einem QR-Code für die virtuelle Tour machen Sie aus Schaufenster, Flyer, Speisekarte, Messestand und Visitenkarte einen Einstieg in Ihre Räume. Der Aufwand ist gering, die Wirkung spürbar – vorausgesetzt, der Rundgang überzeugt. Sie haben noch keinen? Lesen Sie, was eine Google Street View Tour ist, informieren Sie sich über die Google Street View Tour oder stellen Sie uns direkt Ihre Anfrage.