Hotellerie & Gastronomie

Hotellerie im Wettbewerb: Hotel-Sichtbarkeit erhöhen ohne hohe Provisionen

Buchungsportale bringen Reichweite, aber auch Abhängigkeit. Wie Hotels ihre Sichtbarkeit über eigene Kanäle erhöhen – mit Google, Website und virtueller Tour.

360° TOUR ÖFFNEN 1

Die Hotel-Sichtbarkeit zu erhöhen, ohne dabei immer stärker von Buchungsportalen abhängig zu werden – vor dieser Aufgabe stehen viele Hoteliers in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Buchungsportale und Online-Reisebüros (OTAs) sind aus dem Vertrieb kaum wegzudenken: Sie bringen Reichweite, gerade bei Gästen, die Ihr Haus noch nicht kennen. Gleichzeitig kostet jede vermittelte Buchung Provision, und der direkte Draht zum Gast bleibt oft beim Portal.

Die gute Nachricht: Sichtbarkeit lässt sich auch über eigene Kanäle aufbauen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Hebel Ihnen zur Verfügung stehen – und welche Rolle eine virtuelle 360-Grad-Tour dabei spielt.

Die Ausgangslage: Reichweite ja, Abhängigkeit nein

Es geht nicht darum, Buchungsportale zu verteufeln. Für viele Häuser sind sie ein wichtiger Kanal, besonders in der Nebensaison oder für internationale Gäste. Problematisch wird es erst, wenn der Großteil der Buchungen nur noch über Dritte kommt. Dann bestimmen Portale über Sichtbarkeit, Darstellung und Konditionen, während das Hotel kaum noch eigene Daten über seine Gäste besitzt.

Ein gesunder Vertriebsmix verbindet deshalb beides: Portale für Reichweite, eigene Kanäle für Beziehung und Wirtschaftlichkeit. Ziel ist, dass Gäste, die Ihr Haus über ein Portal entdecken, beim nächsten Mal direkt bei Ihnen buchen – und dass neue Gäste Sie auch ohne Umweg finden.

Hebel 1: Das Google-Unternehmensprofil als digitales Schaufenster

Viele Reisende starten ihre Suche bei Google – mit dem Ortsnamen, einem Anlass oder direkt in Google Maps. Das Google-Unternehmensprofil Ihres Hotels ist dort oft der erste Kontakt mit Ihrem Haus. Umso wichtiger ist es, dass es vollständig und aktuell ist:

  • Korrekte Adresse, Telefonnummer, Website und Check-in-Zeiten
  • Aussagekräftige Beschreibung mit Ihren Besonderheiten
  • Aktuelle, hochwertige Fotos aller wichtigen Bereiche
  • Regelmäßige Antworten auf Bewertungen – freundlich, persönlich und konstruktiv
  • Ein begehbarer 360-Grad-Rundgang, der Ihr Haus von innen zeigt

Mit einer Google-Street-View-Tour können Interessierte Ihr Hotel direkt aus der Suche heraus betreten. Das hebt Ihr Profil von Mitbewerbern ab, die nur einige Fotos zeigen, und führt Besucher über den Website-Link zu Ihren eigenen Buchungswegen.

Hebel 2: Die eigene Website als Buchungszentrale

Ihre Website ist der einzige Ort im Netz, den Sie vollständig selbst gestalten. Hier bestimmen Sie Bilder, Texte, Preise und Angebote. Damit sie Buchungen bringt, sollte sie einige Grundanforderungen erfüllen:

Schnell, mobil und übersichtlich

Viele Gäste recherchieren unterwegs auf dem Smartphone. Eine Website, die langsam lädt oder auf kleinen Bildschirmen unübersichtlich ist, verliert Besucher, bevor sie das Angebot überhaupt gesehen haben.

Einfache Buchung

Die Buchungsmaske sollte von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar sein. Je weniger Schritte bis zur Bestätigung, desto besser.

Mehr Information als auf dem Portal

Auf Portalen sehen alle Hotels ähnlich aus. Auf Ihrer Website können Sie zeigen, was Sie besonders macht: Geschichte, Gastgeber, Umgebung, Kulinarik – und einen Rundgang durch das ganze Haus. Wie Sie die Tour gezielt für Buchungen einsetzen, lesen Sie im Beitrag Mehr Direktbuchungen mit einer virtuellen Tour.

Klare Vorteile für Direktbucher

Geben Sie Gästen einen Grund, direkt zu buchen: etwa ein Begrüßungsgetränk, ein Late-Check-out nach Verfügbarkeit oder ein kleines Extra beim Frühstück. Achten Sie dabei auf die vertraglichen Vereinbarungen mit Ihren Vertriebspartnern.

Hebel 3: Internationale Gäste gezielt ansprechen

Gäste aus dem Ausland kennen Ihre Region oft nicht und verlassen sich stärker auf visuelle Eindrücke. Sprachliche Hürden machen Beschreibungen schwerer verständlich – Bilder und Rundgänge dagegen funktionieren ohne Übersetzung. Eine virtuelle Tour zeigt Zimmergröße, Ausstattung und Lage, ohne dass Gäste lange Texte lesen müssen.

Ergänzend lohnt sich eine englischsprachige Version Ihrer Website mit den wichtigsten Informationen zu Anreise, Zimmern und Buchung. Für Häuser in besonderer Lage – am See, in den Bergen oder in einer Weinregion – kann eine Drohnen-360-Grad-Tour die Umgebung eindrucksvoll zeigen und so auch Gäste ansprechen, die das Reiseziel erst noch entdecken.

Hebel 4: Stammgäste und Weiterempfehlungen

Der wertvollste Gast ist der, der wiederkommt. Wer einmal zufrieden bei Ihnen übernachtet hat, bucht beim nächsten Mal mit größerer Wahrscheinlichkeit direkt – vorausgesetzt, Sie bleiben in Erinnerung. Mit Einwilligung der Gäste können Sie über einen Newsletter auf saisonale Angebote, Veranstaltungen oder Neuerungen im Haus hinweisen. Ein Link zur virtuellen Tour eignet sich hervorragend, um zum Beispiel ein renoviertes Zimmer oder einen neuen Spa-Bereich zu präsentieren.

Auch Weiterempfehlungen profitieren: Ein Gast, der Freunden von Ihrem Haus erzählt, kann den Link zur Tour einfach weiterleiten. So wird aus einer mündlichen Empfehlung ein anschaulicher Eindruck. Ebenso wichtig sind Bewertungen: Bitten Sie zufriedene Gäste aktiv um eine Rückmeldung in Ihrem Google-Unternehmensprofil und antworten Sie auf jede Bewertung. Das stärkt Ihr Profil in der lokalen Suche und zeigt künftigen Gästen, dass Ihnen ihre Meinung wichtig ist.

Welche Rolle die virtuelle Tour im Vertriebsmix spielt

Eine 360-Grad-Tour ist kein Ersatz für eine Vertriebsstrategie, aber ein Baustein, der an vielen Stellen gleichzeitig wirkt:

KanalBeitrag der virtuellen Tour
Google-Suche und Google MapsMehr Aufmerksamkeit im Profil, direkter Einblick ins Haus
Eigene WebsiteLängere Verweildauer, Fragen vor der Buchung beantwortet
Newsletter und Social MediaAnlass zur Kontaktaufnahme, teilbare Inhalte
Gruppen- und TagungsanfragenRäume vorab zeigen, Entscheidungen beschleunigen
Internationale GästeVerständlich ohne Übersetzung

Hinzu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt: Eine Tour wird einmal erstellt und ist danach 24/7 online erlebbar. Bei Box360 erhalten Sie 100 % der Nutzungsrechte ohne Lizenzgebühren – es fallen also keine laufenden Kosten pro Buchung oder Aufruf an. Wie sich die Investition für Ihr Haus rechnen kann, können Sie mit unserem ROI-Rechner grob abschätzen.

Häufige Fragen

Sollte ich Buchungsportale ganz aufgeben?

In den meisten Fällen nicht. Portale bringen Reichweite, besonders bei neuen und internationalen Gästen. Sinnvoll ist ein ausgewogener Mix, in dem eigene Kanäle einen wachsenden Anteil übernehmen.

Kann ich die virtuelle Tour auch auf Portalen zeigen?

Das hängt von den Möglichkeiten der jeweiligen Plattform ab. Die volle Wirkung entfaltet die Tour jedoch auf Ihrer eigenen Website und in Ihrem Google-Unternehmensprofil – also dort, wo Gäste direkt bei Ihnen buchen können.

Wie schnell ist die Tour bei Google sichtbar?

Nach dem Fototermin und der Bearbeitung wird die Tour bei Google veröffentlicht und mit Ihrem Unternehmensprofil verknüpft. Den genauen Zeitplan besprechen wir im Rahmen Ihres Angebots.

Fazit

Wer die Hotel-Sichtbarkeit erhöhen möchte, ohne die Provisionen immer weiter steigen zu sehen, setzt auf eigene Kanäle: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine buchungsstarke Website und eine enge Bindung zu Stammgästen. Eine virtuelle Tour verbindet diese Kanäle und macht Ihr Haus überall dort erlebbar, wo Gäste suchen. Weitere Anregungen finden Sie auf unserer Seite für Hotels & Resorts – oder Sie vereinbaren direkt ein Beratungsgespräch.

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